Julia Kamenik, Sopran

 

 

 

 

 

 

 

 

Julia Kamenik wurde in Wien geboren und startete bereits während ihrer Ausbildung eine rege Bühnentätigkeit in Produktionen der freien Wiener Opernszene. Ihr Debüt im Operettenfach gab sie in der Titelrolle der „Madame Pompadour“ am Stadttheater Gießen, gefolgt von einem Engagement an der Wiener Kammeroper. In der Saison 2001/02 wurde sie im Rahmen der „Jeunes Voix du Rhin“ an die Opéra National du Rhin in Straßburg engagiert, wo sie ein breit gefächertes Repertoire interpretieren konnte.

Julia Kamenik ist Gewinnerin zahlreicher Preise bei internationalen Gesangswettbewerben, wie dem Belvedere-Wettbewerb in Wien und dem Gesangswettbewerb Ferruccio Tagliavini in Deutschlandsberg.

Von 2002 bis 2013 folgte ein Engagement an der Oper Bonn. Große Erfolge feierte die Sängerin dort in einer Vielzahl von Partien, u.a. als Pamina, Antonia, Euridice, Rosalinde, Donna Elvira, Mimì, Marguerite, Konstanze, Fulvia („Ezio“), Liù, Micaëla, Baronin Freimann („Der Wildschütz”) und als Katja Kábánova in der gleichnamigen Janàcek-Oper. Besonders hervorzuheben ist auch die Titelrolle in Grigori Frids Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“. Julia Kameniks Interpretation wurde sowohl von der Presse, als auch vom Publikum gleichermaßen hoch gelobt. Zuletzt war sie in „Mörder, Hoffnung der Frauen“ von Hindemith beim Beethovenfestival Bonn und Wiederaufnahmen von „Le Nozze di Figaro“ (Contessa), „Don Giovanni“ (Donna Elvira) und „Jephtha“ von Händel (Iphis) zu hören.

Außerdem gastierte Julia Kamenik u.a. am Staatstheater Braunschweig, an der Staatsoper Hannover, am Staatstheater Nürnberg, am Theater Dortmund, am Staatstheater Oldenburg, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden sowie an der Komischen Oper Berlin, wo sie die Rolle der Julia de Weert in Künnekes Operette „Der Vetter aus Dingsda“ interpretierte. An den Theatern Krefeld und Dortmund sang sie letzte Spielzeit die Figaro-Gräfin und kurz darauf dieselbe Partie zum ersten Mal in deutscher Sprache am Stadttheater Baden bei Wien.

Darüber hinaus tritt die Künstlerin häufig in Konzerten und Liederabenden auf, wie zum Beispiel in der Kunsthalle Düsseldorf („Die Schönheit der Schatten“ - szenisch-musikalische Hommage von Werner Schroeter), im Concertgebouw Amsterdam und Brucknerfest Linz (beide Male Donna Elvira), im Beethoven-Haus Bonn, im Barocksaal Wien und im Österreichischen Kulturforum Berlin. Die Spielzeit 2011/12 eröffnete Julia Kamenik mit ihrem Debüt beim Musikfestival Bern als Anne Frank mit dem Ensemble Paul Klee und trat im folgenden Sommer als Sylva in einer konzertanten Aufführung der „Csardasfürstin“ beim Murten Classics Sommerfestival in der Schweiz auf. Ihr gefeiertes Liederabend-Debüt in den USA gab sie am Österreichischen Kulturforum New York. Tourneen führten sie außerdem nach Frankreich, Italien, Slowenien, Japan und in den Libanon.

Immer wieder betritt Julia Kamenik mit großer Freude auch neue Pfade. Eine intensive Zusammenarbeit verbindet sie mit der Tanzkompanie bo komplex, mit der sie in zwei Produktionen („Schwestermein“ und „…im echten Land…“) auf unkonventionelle Art Komponistenportraits von Schumann und Wagner schuf. Brandaktuell ist die Formation OP:ART, wo sie mit dem Computer-Live-Artist CJ Masou, der Cellistin Ella Rohwer und dem Jazzpianisten Marcus Schinkel im Bereich der elektronischen Musik zusammenarbeitet.

 

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