Julia Kamenik, Sopran

 

Die Bühne Baden empfiehlt sich einmal mehr als Operntheater -
Ein frivol freizüg
iger Aufruf zur Revolution

Das Hauptinteresse seines pubertierenden Sehens ist zwar die Gräfin (Julia Kamenik), der man noch viel, viel länger zuhören möchte, wenn sie das verlorene Glück mit ihrem Mann beklagt. Es darf aber auch Susanna (Jasmina Sakr) sein, die sich angesichts der bevorstehenden Hochzeit naturgemäß nicht von den jugendlichen Zudringlichkeiten verwirren lässt.
(http://www.kulturundwein.com/)

 

Figaro mit Seltenheitswert - Die Bühne Baden hat zur Eröffnung der Herbstsaison eine Version präsentiert, die heute Seltenheitswert hat: die Singspielfassung in deutscher Sprache mit gesprochenen Dialogen.

Wer Mozart so spielen kann, braucht sich vor niemandem zu verstecken. […]
Jasmina Sakr bringt eine bezaubernde Susanna auf die Bühne, Frans Fiselier einen selbstbewußten Figaro, der es mit seinem Herrn Graf Almaviva ( Reinhard Alessandri in einer kongenialen Mischung aus Einfalt und Überheblichkeit) durchaus auszufechten bereit ist. Julia Kameniks Gräfin ist ebenso empfindsam wie verletzlich, und Cristina Pasaroiu (Cherubino) hat sichtlich Spaß an ihren 
wechslenden Identitäten.
(D. Lepuschitz 21.10.2013
http://www.european-news-agency.de)

 

„…im echten Land…“ - Eine Reise zu Richard Wagner
Julia Kamenik und die Tanzkompanie bo komplex zum 200. Geburtstag des Komponisten

 

 

Liebestrunken in Wagners Welt […] Dem Richard Wagner Verband Siegburg/Bonn und der Tanzkompanie bo komplex ist ein großer Wurf zum 200. Geburtstag des großen Komponisten gelungen. Im Laufe des Abends wurden Tänzer, Sänger, Pianistin und Auditorium im Stadtmuseum eins, verschmolzen mit den

Treppen, Bühnenfläche, Arkaden, Licht und Ton zu einem Gesamtwerk.[…]
Fürs Plakatieren waren da „Wesendonck-Lieder“ ebenso passend wie Auszüge aus „Tristan und Isolde“, „Lohengrin“ und „Tannhäuser“. Das von Kamenik förmlich gebetete und den Zuhörer mit seinen Höhen ergreifende „Allmächt´ge Jungfrau! Hör mein Flehen“ durfte nicht fehlen.
(Rhein-Sieg Rundschau, 15.04.2013)

  

Ein gut zehn Meter langer roter Samtteppich vor dem Flügel und ein Koffer reichten als Requisiten der Sehnsucht nach Liebe und Heimat. Poetisch verkörperten Piroddi und Reinecke das von Wagners Unruhe umhergetriebene Paar, das von Kamenik und Minnich mit ihren raumfüllenden Stimmvolumina gesanglich hervorragend widerspiegelten. Die „große“ Form Wagners war bei Liedern wie „Im Treibhaus“ und „Träume“, die ja bereits Studien zu Tristan und Isolde sind, beeindruckend impliziert.

[…] Eine packende Uraufführung. (General-Anzeiger Bonn, 15.04.2013)